„Was kostet ein Logo?“ ist die häufigste Frage, die mich per E-Mail erreicht – und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, was Sie bekommen. Ein Logo ist kein Produkt mit Stückpreis, sondern das Ergebnis eines Prozesses. Genau dieser Prozess entscheidet über den Preis und darüber, ob das Logo in fünf Jahren noch funktioniert.

Die Preisspannen im Überblick

AnbieterTypischer PreisWas Sie bekommen
Logo-Generator / KI-Tool0–50 €Kombination aus Standard-Symbol und Schrift. Kein Konzept, unklare Rechtslage, oft nicht schutzfähig.
Design-Plattformen (Crowd)100–400 €Viele Entwürfe von anonymen Designern, häufig Stock-Elemente. Kaum Beratung, Nutzungsrechte je nach Plattform.
Freelance-Grafikdesign800–3.000 €Briefing, Recherche, mehrere Konzeptrichtungen, Ausarbeitung, alle Dateiformate, geregelte Nutzungsrechte.
Agentur3.000–20.000 €+Strategie-Workshops, Team aus mehreren Personen, umfangreiches Brand Manual. Sinnvoll ab mittlerer Unternehmensgröße.

Für Selbstständige, Handwerksbetriebe, Praxen und kleine Unternehmen liegt der sinnvolle Bereich meist zwischen 800 und 2.500 €. In meinem Angebot beginnt ein Logo bei 890 € – ohne Umsatzsteuer nach § 19 UStG, mit allem, was unten beschrieben ist.

Was in einem seriösen Logo-Angebot enthalten sein muss

Ein Preis ist nur vergleichbar, wenn klar ist, was dahintersteht. Diese sechs Punkte sollten in jedem Angebot ausdrücklich genannt sein:

  1. Briefing und Recherche. Wer sind Ihre Kunden, wer Ihre Wettbewerber, wofür soll Ihr Unternehmen stehen? Ohne diese Grundlage entsteht Dekoration, keine Marke.
  2. Mehrere Konzeptrichtungen. Zwei bis drei wirklich unterschiedliche Ansätze – nicht dieselbe Idee in drei Farben.
  3. Korrekturrunden. Wie viele sind enthalten und was kostet eine zusätzliche? Zwei Runden reichen bei gutem Briefing fast immer.
  4. Alle Dateiformate. Vektordateien (SVG, PDF, EPS) für Druck und Beschriftung, PNG für Web und Office – jeweils in Farbe, Schwarzweiß und als Negativversion für dunkle Hintergründe.
  5. Ein kurzes Logo-Handbuch. Schutzraum, Mindestgrößen, Farbwerte in CMYK, RGB und HEX. Damit setzt jede Druckerei und jeder Webdesigner Ihr Logo richtig ein.
  6. Nutzungsrechte. Sie müssen das ausschließliche, zeitlich und räumlich unbeschränkte Nutzungsrecht erhalten – schriftlich. Sonst gehört Ihnen Ihr Logo im Zweifel nicht.
Ein günstiges Logo ohne Nutzungsrechte und Vektordaten wird spätestens beim ersten Fahrzeug, Schild oder Messestand teuer.

Warum Generator-Logos am Ende mehr kosten

Logo-Generatoren kombinieren Symbole aus Bibliotheken mit Standardschriften. Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick brauchbar aus – bis Sie merken, dass dasselbe Symbol bei drei anderen Unternehmen Ihrer Branche auftaucht. Solche Logos sind als Marke meist nicht schutzfähig, in kleinen Größen oft unleserlich und liegen nur als Pixelgrafik vor. Wer dann Fahrzeugbeschriftung, Schilder oder Messewände braucht, lässt das Logo nachzeichnen – und zahlt ein zweites Mal.

Woran Sie ein gutes Logo erkennen

  • Es funktioniert in Schwarzweiß. Wenn ein Logo nur mit Farbverlauf und Schatten wirkt, trägt die Form nicht.
  • Es ist in 16 Pixeln noch erkennbar. Als Browser-Icon, auf dem Kugelschreiber, im Stempel.
  • Es passt zur Branche, ohne ein Klischee zu sein. Nicht jede Bäckerei braucht eine Brezel, nicht jeder Steuerberater ein Paragrafenzeichen.
  • Es ist zeitlos statt trendig. Gute Logos überleben Designtrends. Ein Logo, das nach 2026 aussieht, sieht 2029 alt aus.
  • Es hat eine Idee. Sie können in einem Satz sagen, warum es so aussieht, wie es aussieht.

Fünf Fragen vor der Beauftragung

  1. Wie viele Konzeptentwürfe und Korrekturrunden sind enthalten – und was kostet mehr?
  2. Welche Dateiformate bekomme ich, und sind Vektordaten dabei?
  3. Welche Nutzungsrechte erhalte ich, und wann gehen sie über?
  4. Wie lange dauert das Projekt, und was brauchen Sie von mir?
  5. Bekomme ich ein schriftliches Festpreis-Angebot?

Wer diese Fragen klar beantwortet bekommt, kann Angebote ehrlich vergleichen. Wer ausweichende Antworten erhält, sollte weitersuchen.

Kurz zusammengefasstEin professionelles Logo für ein kleines Unternehmen kostet zwischen 800 und 2.500 €. Der Preis muss Briefing, mehrere Konzepte, Korrekturen, alle Dateiformate und die Nutzungsrechte enthalten. Alles darunter ist meist ein Kompromiss, der später nachbezahlt wird.